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Review: Call of Duty  |  Zurück

Call of Duty

Spiel: Call of Duty
Entwickler: Infinity Ward
Vertrieb: Activision
Veröffentlicht: 06.11.2003
Freigabe ab: 18

Es wurden viele Versprechen gemacht...

Kennen sie Spiele wie “Max Payne” oder "Review: Return to Castle Wolfenstein", bei denen sie gegen Spielende um die 1000 Gegner erledigt haben und immer noch bei guter Gesundheit sind. Hier kann man den Hauptcharakter als übermächtigen Helden bezeichnen, denn im Gegensatz zu ihren Feinden stecken sie einige Treffer weg, ohne gleich das Zeitliche zu segnen. „Review: Call of Duty“ hat mit diesen Spielen recht wenig zu tun, denn zum einen handelt es sich um ein Kriegsspiel im zweiten Weltkrieg, und zum anderen sind sie ein normaler Mensch, sprich ein unbedeutender Soldat, dessen Leben begrenzt, die Gegnerzahl dafür immer offen ist. Sie schlagen sich zuerst als Amerikaner, dann als Britte und später als Russe durch bedeutende Schlachten des zweiten Weltkriegs. Aber sie spielen eben nur einen „einfachen“ Soldaten, der sich kaum von der Menge seiner Kameraden abhebt. Und die „Menge“ ist groß, denn CoD bietet atemberaubende Massenschlachten. In einer dieser „Massenschlachten“ sollten dann bis zu 300 NPCs teilnehmen. Im fertigen Spiel sind es nicht ganz so viele geworden (max. 100), trotzdem erzeugt CoD ein unglaubliches Mittendringefühl des Krieges.


...und fast alle gehalten!

Um noch mal auf die NPCs, also ihre Kameraden oder Gegner, zurückzukommen. Diese „künstlichen Menschen“ sind trotz des großen Aufkommens keinesfalls unbrauchbar. Gerade in kleineren Gruppen (10 Leute) halten ihre Mannen zusammen und gehen in Deckung etc., da jeder computergesteuerte Soldat eine eigene (!) KI besitzt. In den besagten Massenschlachten kann die KI dann aber schon nicht mehr so „intelligent“ reagieren, hier ist es meist eine Mischung aus „Script“ und „künstlicher Intelligenz“. So zieht ein Soldat einen Verwundeten in Deckung vor den MG-Salven des Gegners. Das hört sich zuerst unglaublich an, fällt dann aber natürlich unter die Kategorie „Script-Sequenzen“. Das Spiel will sie nie langweilen und bietet ihnen besonders viel Action. Unter ihre 25 Missionen fallen das sprengen von Panzern, Städte einzunehmen, Große (Gebäude)Komplexe zu infiltrieren, Gefangene zu befreien und natürlich große Plätze zu stürmen und zu verteidigen. Dabei geht es um die Welt (bzw. Deutschland). Am Anfang der vier Kampagnen durchlaufen sie ein kleines Trainingslager und sind dann in Frankreich unterwegs, um als Amerikaner Flakstellungen und Gegnermassen in kleineren Dörfern zu beseitigen. Als Brite schlagen sie sich in Deutschland nicht nur durch schöne Gebirgslandschaften, sondern auch durch einen riesigen Staudammkomplex, in dem sie (ausnahmsweise) auf sich alleine gestellt sind. Besonders bei der Russenkampagne geht es zur Sache, da sie den Rotenplatz in Stalingrad stürmen müssen und sich später mit Scharfschützengewehr und MG durch enge Gassen kämpfen. Sie spielen stets die Alliierten und damit die „Guten“. Die letzte Kampagne mischt noch mal die 3 Parteien und lässt sie gemeinsam gegen die Deutschen kämpfen.


Intensives Ballern mit viel Abwechslung

CoD lässt sie sogar Panzer fahren und damit ganze Häuserwände zerstören, erwarten sie aber keine zerstörbaren Landschaften. Die Gegner greifen auch in Flugzeugen und LKWs an. Da das Programm immer wieder neue Feinde erscheinen lässt, dürfen sie auf 26 reale Waffen zurückgreifen. Außer versch. MPs, Gewehren und Pistolen bietet ihnen das Programm auch einen Raketenwerfer und versch. Granaten. Alles nützliche Mittel um sich den Gegnermassen zu erwähren. Übrigens dürfen sie ähnlich wie in „Review: Halo“ nur begrenzt Schießprügel und Granaten mit sich herumtragen, was nur positiv zum hohen Realismus beiträgt. Gegner segnen nach gezielten Schüssen auf Kopf oder Torso recht schnell das Zeitliche. Generell bietet ihnen CoD viel Abwechslung, aber auch einen hohen einstellbaren Schwierigkeitsgrad. Sie können zwar 3 Schwierigkeitsgrade wählen, werden manche Stelle aber unabhängig vom Schwierigkeitsgrad mehrmals spielen müssen, da sie beim ersten Anlauf nicht zu schaffen sind und sie einfach von den Gegnern überrannt werden. Dank einer Schnellspeicherfunktion ist CoD aber für jeden zu schaffen und es kann (oder muss) bereits nach recht kurzer Spielzeit der Abspann angesehen werden. Um ihnen eine bestimmte Langzeitmotivation zu ermöglichen, bietet CoD auch einen Mehrspielermodus mit 12 Levels in 5 versch. Modi. Neben (Team-)Deathmatch gibt sie auch den Modus „Suchen und Zerstören“ in dem eine Partei ein Objekt verteidigt und die andere versucht es zu zerstören. Hier bietet CoD Ihnen und max. 31 Mitspielern auch nach dem „Solomodus“ noch Spaß.


HUD und verbesserte Q3-Grafik

Das „Heads-Up-Display”, also der Bildschirm den sie die ganze Zeit im Bild sehen, bietet ihnen einen Kompass, um den sich ein Stern bewegt, der ihnen das Ziel zeigt, außerdem Standartanzeigen für Munition und Energie. CoD nutzt die Quake 3 Engine. Bis auf die Ego-Perspektive gibt es aber keine Ähnlichkeiten zu Quake 3. Die angegraute Engine wurde um 30 % erneuert und mit neuen schönen Texturen und Details versehen. CoD bietet eine wirklich hübsch detaillierte Grafik, die durch die optimierte Q3 Engine auf den meisten Rechnern flüssig laufen dürfte. Nur die CPU wird manchmal ziemlich belastet, da sie die KI und vieles mehr berechnen muss. Auch der Sound spielt natürlich eine wichtige Rolle. Die tollen Geräusche wie andauernde Granateneinschläge, sowie realistische Schussgeräusche und eine nette dynamische Musik passen perfekt in das Kriegsgeschehen. Sollten sie eine gute Soundkarte und natürlich ein Surround-System besitzen, dürfen sie auch die Qualität des Soundsos hochschrauben da CoD EAX 3.0 unterstützt.


Fazit

CoD bietet viel Abwechslung durch immer neue Schauplätze und Missionen. Auch wenn die Levels alle recht linear ablaufen, an Action mangelt es diesem Spiel keinesfalls. Man könnte CoD durch die realistischen Massenschlachten mit scheinbar unendlich unberechenbaren Gegnern als „Revolution im Genre“ bezeichnen. Einziger Kritikpunkt ist die recht kurze Spieldauer, die bei vielen aktuellen Spielen in Mode gerät (Bsp.: „Max Payne 2“). Leider fehlt in CoD eine richtige Story, doch hier zu meiner Meinung: - Da „Call of Duty“ den Krieg härter und realistischer als jedes andere Spiel rüberbringt würde eine Story, die sich meist nur auf einen Charakter bezieht, fehl am Platze sein, da der Krieg viele Geschichten erzählt und nicht nur die eines Soldaten XY. Dieser Charakter müsste in den Vordergrund gehoben werden und das würde die Atmosphäre von CoD zerstören. - CoD hat auch ein Motto, das man ungefähr so interpretiert: „Der Krieg wurde nicht von einem Soldaten beendet/(gewonnen), sondern mit den Leben der Menschen, die daran teilnahmen/ teilnehmen mussten. CoD ist in der deutschen Version ungeschnitten. Lediglich die Hakenkreuze wurden entfernt. Das Spiel soll auch für Konsolen erscheinen unter dem Nahmen „Call of Duty - Finest Hour“

Autor: Frank Trautwein
Datum: Vor Relaunch (stattgefunden am 11.10.2004)

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