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Review: Hitman 2 - Silent Assassin  |  Zurück

Hitman 2 - Silent Assassin

Spiel: Hitman 2 - Silent Assassin
Entwickler: IO Interactive
Vertrieb: Eidos
Veröffentlicht: 04.10.2002
Freigabe ab: 18

Die Geschichte eines Austragskillers

In einer Zeit voller Habgier und Korruptheit finden Auftragskiller viel Ansehen. Sie werden von Mafiabossen und ähnlichen Gestalten berufen, unangenehme Kontrahenten auf bestellte Art und Weise zu entsorgen. Die Auftragskiller empfinden dabei keinerlei Skrupel und vergessen ihre Taten genauso schnell, wie auch den Auftraggeber. Das Leben eines solchen Menschen zählt zur Vergangenheit des Agenten 47, um den es in Hitman 2 geht. Er ist einer von vielen hoch technologisierten Klonen, welche nur zum Zweck des Auftragstötens erschaffen wurden. Im Laufe der Zeit hat er sich jedoch gegen seine Schaffer und Auftraggeber gewand und versuchte seither, ein normales und harmonisches Leben als Kirchgärtner in Sizilien zu führen. Eines Tages jedoch wird der dort indoktrinierende Pater von einer Mafiaorganisation eines gewissen Don Anguillo Gulliano verschleppt. Agent 47 entschleißt sich, ihn zu retten, und muss dafür leider zu seinen blutigen Wurzeln zurückkehren. Da 47 Informationen über den Standort des Gesuchten sowie der Mafiaorganisation benötigt, meldet er sich bei seinem alten Auftragsgeber. Dieser entschließt sich ihm nur zu helfen, wenn 47 ihm ebenfalls einige „Gefallen“ täte. So kooperiert man. In den folgenden 20 Level werden Sie nun als Agent 47 viele unterschiedliche Missionen mit Schauplätzen von Sizilien bis Japan und Indien und natürlich einer Vielfalt an modernen Waffen die Zielpersonen erledigen.


So muss ein gutes Agentenspiel aussehen

Hitman 2 legt eine überraschend abwechslungsreiche Missionsgestaltung an den Tag, sodass es im Folgendem schwer sein könnte, den Spielablauf in einem monotonen und strukturierten Text unter zu bringen. Um die ganze Sache einfacher zu gestalten, nehmen wir die erste Mission des Agenten unter die Lupe: Vor jeder Mission erhalten Sie das Missions-Briefing mit allen Informationen zur Umgeben und der Kontaktperson. Anschließend stellen Sie sich in Ihrer Waffenkammer in Sizilien Ihr Inventar zusammen, welches anzunehmend lediglich aus allerhand Waffen besteht. Sie befinden sich nun mitten in Sizilien vor der Villa des Paten-Entführers und Mafiabosses Don Anguillo Gulliano - die Mission beginnt. Mit dem Fernglas untersuchen wir die Umgebung genauestens und stellen so gewisse Regelmäßigkeiten fest, wie z.B., dass ein Lieferant am Hintereingang der Villa stets ein und aus geht. Wir entschließen uns, ihm ein wenig seiner schweren Arbeit abzunehmen. Dazu schleichen wir hinter dessen Auto und warten auf ihn, bis wir schließlich die schallgedämpfte Pistole zücken und ihm ein drittes Auge verpassen. Seine Uniform kann sich als nützlich erweisen, wenn wir unentdeckt in die Villa gelangen möchten, also nehmen wir diese kurzerhand an uns und verstecken die Leiche des Lieferanten anschließend. Es hat funktioniert, die Wachen lassen und mit einem nüchternem Lachen ziehen und bemerken nichts weiter, wenn wir stets in Bewegung bleiben. Wir hätten uns von Anfang an auch für den Postboten entscheiden können, der sich kurz vor seiner Einkunft noch an einem Baum entledigte. Dabei hätten wir ihn leise mit unserer Klaviersaite erwürgen können, und uns wieder als ihn ausgegeben. Unsere letzte Alternative jedoch wäre, unsere beiden Ballers zu nehmen, und uns den Weg mit blutiger Waffengewalt bis zum Ziel frei zu machen. Sie merken an diesem Beispiel, dass der Spielablauf von Hitman 2 laut und blutig a la Rambo, oder leise und unsichtbar, wie es sich für einen Undercover-Agenten gehört, ablaufen kann. Dies liegt völlig in der Hand des Spielers. Zur Orientierung helfen Ihnen die Third- und First-Person-View, welche beide wunderbar umgesetzt wurden. Auch die Kameraführung ist manuell steuerbar. In den Bereichen Optik treten also keine Probleme auf, und auch die sehr schlicht, aber dennoch akzeptable Grafik der etwas veralteten Glacier-Engine tragen zum Spielspaß bei. Zu den Soundeffekten lässt sich soviel sagen, dass sie alle samt sehr passend und hochwertig sind. Waffenschüsse erklingen klar und passend zum Waffentyp, während die Sprachausgabe ausgezeichnet gelungen ist und gut zur Atmosphäre beiträgt. Auch die Musik liegt gut in den Ohren des Spielers. Falls Ihnen das Spiel zu einfach erscheinen sollte, können Sie sich für einen von zwei weiteren Schwierigkeitsgraden (insgesamt 3) entscheiden, speichern kann man glücklicherweise zu jeder Zeit.


Zu brutal für Deutschland?

Während der Entwicklungsphase von Hitman 2 nahm man an, dass das Spiel zu brutal für deutsche Verhältnisse wäre, und somit einer Indizierung entgegentreten müsse. Glücklicherweise haben die Entwickler mit einem „Blut-Aus“-Modus gekontert, durch welchen das Spiel doch ab 18 Jahren freigegeben wurde. Mit diesem können Sie (un)sinnigerweise das Blut ausstellen. Wir empfehlen jedoch, das Blut fließen zu lassen, da dies ein sehr erfolgreich umgesetztes Gebiet in diesem Spiel ist. Das Blut fließt und spritzt freudig und massenweise durch die Gegend, sodass sich die Spieler daran ergötzen können. Es erhöht den Spielspaß ungemein. Die Krönung des Ganzen ist ein Rag-Doll System, welches die Opfer realistisch in sich zusammen fallen lässt.


Fazit

Mit Hitman 2 wurde ein würdiger Nachfolger erschaffen, der jeden Agentenspiel-Fan glücklich macht, auch diese, die nicht gerne schleichen, sondern brutale Nächte bevorzugen. Schlichte, aber gute Grafik und wunderschöner Sound stehen neben dem sehr abwechslungsreichen und motivierendem Spielablauf, und sorgen so gemeinsam für viele Spielstunden. Auch die sehr gut vorgeführte Story des Spiels überzeugt und fesselt den Spieler an den Monitor. Wenn Sie das Spiel durchgespielt haben, locken immer noch die schweren Schwierigkeitsgrade, die Sie letztendlich zum Schleichen zwingen.

Autor: Stefano Albrecht
Datum: 16.06.2005

Mehr zum Spiel
Systemrequirements: Hitman 2 - Silent Assassin