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Review: Roller Coaster Tycoon  |  Zurück

Roller Coaster Tycoon

Spiel: Roller Coaster Tycoon
Entwickler: Microprose (Chris Sawyer)
Vertrieb: Hasbro Interactive
Veröffentlicht: 1999
Freigabe ab: 6

Aller Anfang ist leicht...

Mögen sie Freizeitparks? Mögen sie Achterbahnen? Oder einfach nur Spiele aus der „Tycoon“ – Reihe? Rollercoaster Tycoon befasst sich mit allen eben genannten Punkten. Ihr Hauptziel ist es, erfolgreiche Freizeitparks mit möglichst vielen guten Attraktionen zu bauen. Nachdem sie im Hauptmenü ein Szenario ausgewählt haben geht es sofort in den Parkbildschirm. Sie haben durch viele versch. Buttons am oberen Bildrand immer die volle Kontrolle über ihren Park und ihre „Sicht“! Sie können die isometrische Perspektive (sie sehen das Spiel von schräg oben) in vier Richtungen drehen, dreifach heran- bzw. wegzoomen und sich mit der Maus oder den Pfeiltasten frei über den Park bewegen. Die Buttons sind durch, zur Kategorie passende, Symbole gekennzeichnet. Klicken sie Bsp. Auf das „Rutschturm“ Symbol öffnet sich ein Fenster mit allen Attraktionen, die wiederum in Gruppen gegliedert sind. RCT ist also auch für Anfänger leicht zu bedienen. Ein anwählbares Tutorial erklärt ihnen die Grundzüge des Spiels und führt sie in die Welt der Achterbahnen ein. Nach kurzer Eingewöhnungsphase und ein bisschen Übung, bauen sie im Nu Achterbahnen und stellen- bzw. teilen Personal ein.


Finanzielle Schwierigkeiten

Zu Beginn jedes Szenarios, bzw. Freizeitparks öffnet sich ein Fenster in dem das Missionsziel, sowie der Zeitraum in dem es zu schaffen ist, festgelegt ist. Unser Spiel beginnt beispielsweise in einem der ersten noch recht einfachen Parks, „Forest Frontiers“. Dieser Park, im Wald gelegen, ist recht groß und bietet ein ebenes Gelände. Gerade die Umgebung kann ihnen in späteren Missionen zum Verhängnis werden, da es sehr viel kostet größere oder kleine Berge flach zu machen um besser bauen zu können. In den ersten Parks haben sie aber erst mal andere Probleme, die es in jedem Park zu bewältigen gibt. So beginnen sie (fast) jedes Szenario mit geringem Budget und sind am Anfang gezwungen ein Darlehen bei der Bank aufzunehmen um den Park mit Buden und Fahrgeschäften zu erweitern. Die Bank stellt ihnen nicht unbegrenzt Geldmittel zur Verfügung und verlangt noch dazu Zinsen. All ihre Geldgeschäfte, Einnahmen des Parks, Besucherzahl, Parkbewertung etc. lassen sich in Statistiken ablesen. Das trägt zum (geringen) Wirtschaftsteil bei. Generell legt RCT besonders viel Wert auf Spielspaß, und nicht auf das ablesen und studieren von Statistiken, wie es in manch anderen „Tycoon“ Spielen der Fall ist. Trotzdem liegt alles in ihrer Hand und nur Sie alleine sind für das funktionieren des Parks zuständig.


Für das richtige Personal sorgen

Am Anfang unseres „Wald-Parks“ erweitern wir zuerst die Fußwege und bauen Buden, darunter Getränkestand, versch. Imbissbuden, einen Informationsstand mit Wegweisern und Schirmen, Andenkenskiosk und natürlich Waschräume - sprich Toiletten. Am Wichtigsten sind nun natürlich noch Attraktionen, die unsere Besucher bei Laune halten sollen. Wir fangen mit einem einfachen „Rutschenturm“ und einem „Riesenrad“ an. Um ihre Attraktionen zu individualisieren können sie nicht nur versch. Fahrtpreise festlegen, sondern auch jeder Attraktion oder Bude einen eigenen Anstrich verpassen. Je nach Attraktion lassen sich auch noch die Fahrtzeit oder Rundenzahl einstellen. Um neue Attraktionen und bessere Verkaufsstände zu erhalten müssen sie „forschen“. Dazu klicken sie einfach auf das Reagenzglassymbol und stellen die Forschung möglichst auf „Maximal“, das kostet sie dann 400 Euro (Währung frei wählbar) pro Monat. Auf Wunsch verschönern sie ihren Park noch mit Blumen, Bäumen, Springbrunnen und einzelnen Themengebieten. Vor der großen Eröffnung ihres Freizeitparks, sollten sie sich noch um Personal kümmern. Darunter fallen Entertainer mit versch. wählbaren Kostümen, Wachleute, und die besonders wichtigen Gruppen: Mechaniker und Putzleute. Die Mechaniker reparieren und überprüfen die Fahrgeschäfte, während Putzleute die Wege sauber halten, Mülleimer leeren, Beete bewässern und Rasen mähen. Um das Personal effektiver arbeiten zu lassen können sie jedem Arbeiter Bereiche zuteilen. So vermeiden sie verschmutzte Wege und kaputte Attraktionen. RCT bietet ihnen viele, stets übersichtliche Möglichkeiten.


Gute Besucher, Schlechte Besucher

Kommen wir nun noch zum Bau einer Achterbahn. Das hört sich nicht schwer an und ist es auch nicht. Zuerst wählen sie mal eine Art von Achterbahn. Es gibt z.B. Holz-, Stahlgerüst- und Wasserachterbahnen, außerdem noch einige Besondere wie Hängeachterbahn. Nach dem Klick auf eine Bahn, öffnet sich ein weiteres Fenster in dem sie „Nach eigener Konstruktion bauen“ wählen. Es geht los mit dem Stationsein- bzw. Ausstieg. Nun klicken sie auf den großen Streckenknopf um einzelne aneinander hängende Streckenteile zu bauen. Nun können sie Geraden, teils auch Kurven, nach oben bauen um die Wagen hochziehen zu lassen. Unter Besonderheiten finden sie noch versch. Loopings und auch Fotobereiche etc.. Sie können hier wirklich sehr sehr viele versch. immer unterschiedliche Achterbahnstrecken bauen. Übrigens bedeutet eine für sie faszinierend aussehende Achterbahn nicht gleich Faszination für die Besucher. Die orientieren sich nämlich an den, auch von ihnen ablesbaren, Werten einer Attraktion. Ist beispielsweise die Übelkeitsrate auf „Extrem“ oder die Erregungsrate auf „Außergewöhnlich“ wird sich kaum ein Besucher in den Wartebereich der Attraktion wagen. Im Allgemeinen sind die Besucher keine Intelligenzbestien und verlaufen sich auch mal in ihrem Park, durch schlechte Wegführung und wenige Info-Stände. Das ist aber ja nicht unbedingt unrealistisch, das kann auch echten Menschen in einem echten Park mal passieren. Sie sollten sich immer um das Wohl der Pixelmenschen bemühen und stets ihre Wünsche erfüllen, sonst wird’s nichts mit einer hohen Parkbewertung und neuen Achter-bahnen.


FAZIT (und EXTRA)

Rollercoaster Tycoon macht süchtig und bietet durch viele Parks und Missionen hohe Langzeitmotivation! Es dürfte wohl den meisten PC-Spielern gefallen, inkl. „Ego-Shooter“ Spielern wie mir. Rollercoaster T. bietet einen recht hohen Realismus und ist durch seine echten Achterbahnen und deren Look, für viele Leute bestimmt interessanter als das comichafte „Theme Park (World)“. Durch mittlerweile zwei Erweiterungspacks und einen offiziellen Nachfolger (mittlerweile auch durch zwei Add-Ons ergänzt) wurde das Spiel im Umfang durch neue Attraktionen, Buden und Parks erweitert, nicht aber die Grafik. Zur Grafik wurde in dem Bericht bewusst nichts gesagt, da sie hier, wie in den meisten Spielen dieser Art, keinesfalls ausschlaggebend für den Spielspaß ist. Trotzdem noch ein paar Worte dazu: RCT ist nun schon mehrere Jahre alt, genauso wie die 2D-Grafikengine. Die Landschaften und Attraktionen sind gut erkennbar und auch die Animationen der Fahrgeschäfte und Besucher sind liebevoll gemacht. Besucher springen vor Freude in die Luft und laufen bei hoher Müdigkeit geduckt. Viele Dinge sind leider etwas verpixelt, man erwartet aber von einem Aufbauspiel wie diesem auch nicht detaillierte Charaktermodelle oder besondere Effekte!


Aber apropos Effekte: Der mittlerweile dritte erhältliche Review: Roller Coaster Tycoon Teil bietet eine komplett neue Grafik-Engine: Die Welt erstrahlt in hübscher 3D-Optik, die viele aktuelle Effekte bietet (sogar DirectX9). Außerdem können Sie ihre selbstgebauten Achterbahnen nun endlich selbst fahren (Ego-Perspektive etc.) und durch eine frei zoom- bzw. bewegbare Kamera bewundern.

Autor: Frank Trautwein
Datum: Vor Relaunch (stattgefunden am 11.10.2004)

Mehr zum Spiel
Galerie: Roller Coaster Tycoon
Systemrequirements: Roller Coaster Tycoon