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Hardware-Tutorial: Datei nicht loeschbar!

Datei nicht loeschbar!

Titel: Datei nicht loeschbar!
Thema: MS Abgesicherter Modus
Zielgruppe: Anfänger
Artikelversion: 1.40
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Hinweis: Für die Korrektheit oder Aktualität der Informationen kann nicht garantiert werden. Der Autor übernimmt daher keine Haftung für Schäden, die durch Nutzung der Informationen entstanden sind.

Datei nicht löschbar. Sie wird benutzt...

Ein leider oft vorkommender Fehler in Windowsumgebungen ist derjenige, dass man eine Datei nicht löschen, verschieben oder umbenennen kann, da sie in Benutzung sei. Vor allem, und sehr häufig, kommt dieser Fehler beim aktualisieren des BIOS vor. Das hierfür notwendige Programm verursacht diesen Fehler beispielsweise dadurch, indem es seine Präsenz in diversen Alloziierungs-Tabellen aufzeichnet. Obwohl das Aktualisieren an sich einwandfrei funktionierte, wird der Alloziierungseintrag nicht entfernt. Folglich greifen Programme, die mit solchen Einträgen arbeiten, auf das vermerkte Programm zu (in welcher Form auch immer), und da die Datei hierdurch quasi „gelockt“ wird, kann sie vom Benutzer nicht gelöscht, verschoben oder umbenannt werden. Es bieten sich nun unterschiedliche Methoden an, diese Datei freizugeben. Beispielsweise lässt sich herausfinden, welches Programm auf die Datei zugreift. Hierfür bieten sich unterschiedliche Programme durch Drittanbieter an. Ist das Programm entdeckt, kann es vorerst so eingestellt werden, dass es bei Betriebssystemstart nicht ausgeführt wird. Alternativ lässt sich auch der Programmprozess über den Windows Taskmanager beenden (oder ähnliche Programme). In diesem Artikel soll jedoch ein anderer Ansatz gewählt werden.

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Abgesicherter Modus

Der „Abgesicherte Modus“ von Windows wurde zwecks Fehlerbehebung eingebaut. Er ist ein Betriebsmodus von Windows, in dem nur die systemwichtigsten Programme ausgeführt werden. Dies umfasst unter anderem das Laden von Standardtreibern (Grafik, Sound usw.) und unterbindet das automatische Laden von Benutzeranwendungen. Der abgesicherte Modus ist daher als eine Minimalplattform anzusehen, in der ein grundlegender Leistungskatalog vorhanden ist, jedoch nicht darüber hinaus geht. Aus diesem Grunde ist dieser Modus vorzüglich dafür geeignet, Fehler in der Windowsumgebung zu beheben, unter anderem auch dann, wenn Dateien durch fragliche Prozesse gelockt wurden.

Hinweis: Der abgesicherte Modus lässt sich sowohl mit, als auch ohne grafische Oberfläche laden. In den folgenden Absätzen des Artikels soll derjenige Modus mit der Eingabeforderung benutzt werden.


Den Fehler beheben

Notieren Sie sich zunächst den Pfad zur betroffenen Datei. Starten Sie Ihren Rechner neu und drücken Sie die F8-Taste (bei einigen Platinen auch F9), während der Hardware-Glossar: Postscreen angezeigt wird. Es folgt ein Dialog, in welchem Ihnen verschiedene Varianten zur Ausführung von Windows angezeigt werden.

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Wählen Sie „Abgesicherter Modus mit Eingabeaufforderung“.

Windows wird nun abgesichertem Modus mit einer Eingabeforderung (DOS-Prompt) gestartet. Wenn Sie sich nicht mit DOS und dessen Befehlen auskennen, ist dies kein Problem. Es werden nur wenige Befehle benötigt, und diese sind leicht zu benutzen. Die folgenden Zeilen erklären den weiteren Vorgang.

Das erste Zeichen der aktuellen Befehlszeile gibt das Laufwerk an, in dem wir uns gerade befinden, beispielsweise „C:\>“. Die darauf folgenden Bezeichnungen sind Ordner, welche jeweils durch ein „\“ getrennt werden. Der letzte Ordner stellt den aktuellen Aufenthaltsort dar. Falls sich die Datei auf einem anderem Laufwerk befinden sollte, wechseln Sie es wie folgt: Benutzen den Befehl „cd..“ („Change Directory“) so oft, bis Sie nur noch den Laufwerksbuchstaben sehen, dieses also das aktuelle Verzeichnis darstellt. Sie wechseln das aktuelle Laufwerk nun, indem Sie „<Laufwerksbuchstabe>:“ eingeben, z.B. „D:“ für das Laufwerk mit dem Laufwerksbuchstaben „D“.

Um zu sehen, welche Dateien sich in dem aktuellen Ordner bzw. Laufwerk befinden, benutzen Sie den Befehl „dir“ („Directory“). Dieser Befehl listet den Verzeichnisinhalt auf. Falls sich die Datei in einem anderem Ordner befinden sollte, können Sie den aktuellen Ordner wechseln, hierzu den Befehl „cd <Ordnername>“ verwenden. Mit „cd..“ gehen Sie einen Ordner zurück. Geben Sie wieder „dir“ ein und prüfen Sie, ob sich die Datei in dem nun aktuellen Ordner befindet. Wenn Sie die Datei schließlich gefunden haben, ist es daran, sie zu löschen. Mit dem Befehl „del <Dateiname>“ („Delete“) löschen Sie die Datei, z.B. „del flash.exe“. Der Dateiname kann hierbei relativ oder absolut sein, wobei relativ für einen zum aktuellem Verzeichnis bezogenem Dateinamen steht, und absolut für den absoluten Dateinamen, also von Anfang an, inklusive Laufwerksbuchstaben (Beispiel: „del C:\Ordner\datei.txt“). Wenn Sie sich, wie anfangs erwähnt, den absoluten Dateinamen notiert haben, können Sie sich die Suche ersparen, und die Datei gleich mit dem absolutem DEL-Befehl löschen. Falls Sie die Datei lediglich umbenennen möchten, können Sie den Befehl „rename <Dateiname> <neuer Dateiname>“ verwenden. Zum Verschieben bietet sich der Befehl „move <Dateiname> <neuer Ort>“ an. Weitere Informationen zu den DOS-Befehlen erhalten sie, indem Sie „help <Befehlsname>“ in die Befehlszeile eingeben und bestätigen. Eine Liste mit verfügbaren Befehlen erhalten Sie, indem Sie lediglich „help“ eingeben.

Hinweis: Falls die Datei oder der Ordner Leerzeichen im Namen enthält, müssen Sie den Dateinamen in Anführungszeichen einschließen, z.B. „del "Datei name.exe"“

Überprüfen Sie wieder mit „dir“, ob die Datei immer noch existiert. Sie sollte nun gelöscht sein. Die Eingabeaufforderung beenden Sie mit dem Befehl „exit“. Ihren Rechner können Sie anschließend bedenkenlos über den Reset-Schalter neustarten.

Autor: Stefano Albrecht
Datum: Vor Relaunch (stattgefunden am 11.10.2004)