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Hardware-Tutorial: Eine Festplatte partitionieren und Windows installieren

Eine Festplatte partitionieren und Windows installieren

Titel: Eine Festplatte partitionieren und Windows installieren
Thema: Festplatte und Betriebssystem
Zielgruppe: Anfänger
Artikelversion: 1.50
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Hinweis: Für die Korrektheit oder Aktualität der Informationen kann nicht garantiert werden. Der Autor übernimmt daher keine Haftung für Schäden, die durch Nutzung der Informationen entstanden sind.

In diesem Artikel wird die Prozedur des Partitionierens von Festplatten und das Aufspielen von einem handelsüblichen Betriebssystem (Operation System, Hardware-Glossar: OS) wie Microsofts Windows erklärt. An dieser Stelle sei, wie so oft, auf ein voll funktionierendes System hingewiesen. Das Partitionieren und die Installation des Betriebssystems sind zwei grundlegende Vorgänge bei der Herstellung eines Arbeitsrechners. Aus diesem Grunde sollten in diesem frühem Stadium möglichst keine Unklarheiten oder Konflikte zwischen den einzelnen Komponenten bestehen. Ein nicht einwandfreies System kann zur Folge haben, dass Sie die hier geschilderten Vorgänge wiederholen müssen, bis Sie ein ordentlich installiertes und konfiguriertes System haben. Sparen Sie sich diesen lästigen Vorgang.


Die Festplatten-Partitionen

Ihnen ist der Begriff „Partition“ mit Sicherheit schon mehrmals zu Ohren gekommen. Die Partition (Part = Teil) beschreibt einfach ausgedrückt, wie und wo Ihre Festplatte aufgeteilt ist. Durch das Partitionieren können Sie eine Festplatte in mehrere „virtuelle“ Festplatten aufteilen. Jede dieser Partitionen bzw. virtuellen Festplatten können dann unterschiedliche Speicherformate („Dateiformate“) zugewiesen werden. Das Aufteilen der Festplatte in mehrere Partitionen ermöglicht weiterhin, mehrere unterschiedliche Betriebssysteme zu verwenden. Mit jeder Partition wird allerdings immer etwas Platz zurückgelegt (pro Partition max. 10 Mb), viele Partitionen können also einige Mb verschwenden.

Eine Liste von Formaten für Partitionen:
- FAT 32 (File Allocation Table, z.B. Windows 2000)
- FAT 16 (z.B. DOS)
- NTFS (New Technology File System, z.B. Windows XP)
- Reiser (Unix)

Unterschiedliche Betriebssysteme benötigen meist unterschiedliche Formate. Windows XP beispielsweise läuft nur unter FAT 32 oder NTFS. NTFS ist im Vergleich zu FAT 32 beliebter, da es einige Vorteile mit sich bringt, beispielsweise ein fortschrittlicheres Komprimierungs- verfahren und besser ausgenutzter Speicher. FAT 32 besagt, dass jeder abzulegende Datenstream eine Mindestgröße von 32 Bit haben wird. Wenn Daten kleiner als 32 Bit sind, wird Platz verschwendet, der sich im Laufe der Zeit häuft. Das Resultat: Man muss auf das bekannte „Defragmentieren“ zurückgreifen. Unbedarfte Benutzer bezeichnen dies oftmals als „Phänomen“ in Windows-Maschinen. Mit der Zeit werden solche merkbar langsamer.

Eine Festplatte hat entweder maximal:
- 4 primäre Partitionen
oder
- 3 primäre + 1 erweiterte Partition (maximal eine erweiterte)

Eine erweiterte Partition kann 0 bis 16 logische Partitionen aufnehmen. Auf einer erweiterten Partition kann kein Betriebssystem aufgespielt werden und außerdem benötigen Sie spezielle Formate, etwa Ext 2, Swap oder Reiser TS für die logischen Partitionen. Jede dieser Partitionen erhält einen eigenen Laufwerksbuchstaben und sind somit auch im Betriebssystem selbst als einzelne Laufwerke erreichbar (durch Laufwerkssymbole dargestellt).


Vorbereitung

Falls Sie eine neue Festplatte gekauft haben, müssen Sie diese erst neu partitionieren und dann das Betriebssystem aufspielen. Falls Sie eine bereits verwendete Festplatte neu partitionieren möchten, müssen Sie das Laufwerk nicht, wie viele annehmen, vorerst formatieren. Eine komplette Neupartitionierung erzwingt eine vollständige Formatierung der Platte. Das Formatieren ist nicht notwendig, falls Sie nachträglich, zu einer bereits bestehenden primären Partition, eine weitere Partition erstellen möchten. Sie müssen dann lediglich diese neue Partition formatieren. Ihre alte, bereits verwendete Partition bleibt unberührt.

Konfigurieren Sie Ihre Festplatte erst, wenn diese sicher vom Hardware-Glossar: BIOS erkannt wurde. Überprüfen Sie hierzu die Laufwerksangaben im BIOS (siehe Artikel „Das BIOS konfigurieren").

Nehmen Sie sich die Startdiskette und die CD Ihrer Windows-Version zur Hand. Falls Sie keine Startdiskette besitzen, können Sie dem Artikel „Das BIOS aktualisieren“ entnehmen, wie Sie eine solche erstellen (siehe Abschnitt „Startdiskette erstellen“).

Hinweis: Ab Windows XP haben Sie die Möglichkeit, Ihre Festplatte während des Windowsbetriebs in mehrere Partitionen zu unterteilen. Hiervon wird explizit abgeraten. Im Windowsbetrieb ist die Möglichkeit von Abstürzen oder anderen Fehlern während des Partitionierens ungemein höher, da zahlreiche Prozesse parallel arbeiten, die sich evtl. stören können. Zudem müssen Sie die weiteren Partitionen im selben Format erstellen, welches auch die aktuell verwendete Partition hat. Falls die Partition, auf der Sie gerade Windows betreiben, also eine FAT 32-Partition ist, so müssen alle weiteren durch Windows erstellten Partitionen auch in FAT 32 formatiert werden.


Neue Festplatte einfach Partitionieren und Windows installieren

Folgen Sie diesen Schritten, falls Sie eine komplett neue Festplatte mit nur einer Partition betreiben und anschließend das Betriebssystem aufspielen möchten.

Starten Sie den Rechner. Bei einer neuen Festplatte sollte lediglich der Hardware-Glossar: Postscreen erscheinen und dann mit irgendeiner Meldung abbrechen. Legen Sie entweder die CD oder die Startdiskette ein. Je nachdem sollen Sie entweder das CD-Laufwerk oder das Diskettenlaufwerk (Floppy Drive) in den BIOS-Einstellungen als primären Bootsektor einstellen. Starten Sie den Rechner neu. Bei der Startdiskette wird der Installationsdialog automatisch eingeleitet. Bei der CD müssen Sie diesen womöglich erst aufrufen. Bestätigen Sie zuerst mit einem Druck auf irgendeine Taste, um ein Menü aufzurufen. Meistens wird aber anschließen direkt der Installationsdialog gestartet. Rufen Sie ihn andernfalls im nachfolgenden Menü auf.

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Wir unterscheiden im Folgenden nicht zwischen den einzelnen Windowsversionen, da der Installationsdialog im Allgemeinen so simpel gehalten ist, dass Sie sich selbst schnell zurecht finden können. Folgen Sie dem Dialog soweit, bis Sie eine Partition auswählen können, in der Sie die Software installieren. Da Sie noch keine angefertigt haben, werden Sie darauf hingewiesen, dass an dieser Stelle erst eine Partition erstellt werden muss.

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Bestätigen Sie den Dialog und entscheiden Sie sich für eines der erwähnten Formate, z.B. NTFS für Windows XP. Falls Sie noch gefragt werden, wie viel Speicher für diese Partition verwendet werden soll, geben Sie, soweit Sie keine weiteren Partitionen planen, das Maximum ein. Ein paar Mb (max. 10 Mb) werden immer zurückgelegt, ein kleiner Ablageort für wichtige Daten. Partitionen werden im Allgemeinen sehr schnell angefertigt, da nur wenige Informationen an diesen Stellen auf der Platte vermerkt werden. Die anschließende Formatierung dieser Partition (erforderlich) beansprucht schon wesentlich mehr Zeit. Wenn das Formatieren abgeschlossen ist, folgen Sie den Dialogen weiter. Der letzte Schritt ist das Installieren des Betriebssystems. Der Installationsdialog macht diesen Vorgang so simpel, dass Sie ihn spielend selbst, ohne weitere Anleitung, tätigen können. Bestätigen Sie den Lizenzvertrag und starten Sie die Installation im Standard-Modus.

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Beim nächsten Neustart stellen Sie die Bootsektoren wieder so ein, wie sie es zuvor waren. Nehmen Sie die CD und die Diskette heraus. Der Installationsdialog wird durch das BIOS-Bearbeiten nicht abgebrochen, die Anweisungen liegen bereits auf der Platte. Vervollständigen Sie letztendlich die Installation. Beim nächsten Neustart sollten Sie zunächst die neuesten Treiberversionen Ihrer Hardware installieren, sowie ein aktuelles DirectX. Die Installation von Windows ist seit der Version 95 vollautomatisiert, Sie können sich also zurücklehnen. Ihnen wird jede Arbeit abgenommen. Falls Fehler aufkommen, wiederholen Sie den Prozess schlicht und ergreifend.


Partitionen manuell erstellen bzw. erweitern

Die folgenden Zeilen beschreiben, wie Sie Festplattenpartitionen manuell erstellen und erweitern.

Starten Sie den Rechner und legen Sie die Windows-CD oder die Startdiskette ein. Booten Sie allerdings nicht von diesen. Drücken Sie während des Postscreens die F8-Taste (bei einigen Platinen auch F9). Starten Sie hier die Eingabeforderung. Im nachfolgenden Dialog wechseln Sie mit „A:“ zum Diskettenlaufwerk, oder, falls Sie die CD verwenden, mit „D:“ zu Ihrem CD-Laufwerk, falls „D“ der entsprechende Laufwerksbuchstabe ist. Statt „C:“ sehen wir nun den neuen Laufwerksbuchstaben (z.B. „A:“). Geben Sie hier „fdisk“ ein, und starten Sie so die Windowssoftware, die zum Partitionen-Erzeugen und -Überwachen erstellt wurde. Die kleine Anwendung fdisk („Format Disk“) finden Sie auf allen Startdisketten oder Windows-CDs. Falls das Programm nicht ausgeführt wird, überprüfen Sie, ob es auf dem Datenträger vorhanden ist. Geben Sie „dir“ („Directory“) ein, um den Verzeichnisinhalt zu überprüfen. Falls es nicht vorhanden ist, erstellen Sie eine neue Startdiskette.

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Bei alten Versionen von fdisk erscheint vor dem eigentlichen Menü noch ein Dialog für die Datenträgerunterstützung. Falls Sie eine Festplatte mit weniger als 2 Gb Speicherplatz verwenden, und diese auf dem FAT 16-Dateiformat (z.B. DOS) basiert, kann sie durch die so genannte „Unterstützung“ auf 2 Gb erweitert werden. Diesen Dialog mit „N“ abbrechen.

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Im anschließenden Menü haben Sie fünf mögliche Auswahlen:
1. DOS-Partition oder logisches DOS-Laufwerk erstellen
2. Aktive Partition festlegen
3. Partition oder logisches DOS-Laufwerk löschen
4. Partitionierungsdaten anzeigen
5. Aktuelle Festplatte wechseln

Mit der ersten Auswahl können Sie eine der am Anfang dieses Artikels genannten Partitionen erstellen. Entscheiden Sie sich für eine primäre Partition oder für eine erweiterte Partition, welche in logischen Partitionen aufgeteilt werden kann. Falls Sie zuvor keine anderen Partitionen erstellt haben, müssen Sie zunächst eine primäre Partition erstellen, auf welcher dann das Betriebssystem installiert wird. Erweiterte Partitionen können kein Betriebssystem aufnehmen. Anschließend legen Sie fest, wie viel Mb dieser Partition zugeordnet werden sollen und auf welchem Dateisystem sie basiert. Nach dem Erstellen muss die Partition formatiert werden, ehe sie ordnungsgemäß verwendet werden kann.

Mit „Aktive Partition festlegen“ bestimmten Sie die in der Bootreihenfolge primäre Partition. Es wird immer das Betriebssystem der gerade aktiven Partition geladen, es sei denn, Sie wählen diese manuell beim Starten mittels der Taste F8 (kann von Platine zu Platine abweichen) aus.

Mit dem dritten Punkt können Sie eine primäre, erweiterte oder logische Partition löschen.

Punkt vier zeigt Ihnen die Informationen zu den einzelnen Partitionen:
- Partition C: X: Der Laufwerksbuchstabe dieser Festplatte und die X-te Partition.
- Status A: Diese Partition ist in Benutzung bzw. sie wurde bereits formatiert.
- Typ PRI DOS: Der Typ dieser Partition ist eine primäre Partition.
- MB XX: Anzahl, der dieser Partition zugewiesenen Mb.
- System FAT 32: Diese Partition wurde mit dem FAT 32-Dateisystem formatiert.
- Belegung 100%: Heißt nicht, dass die Festplatte voll ist, sondern wie viel Platz der Festplatte dieser Partition zugeordnet wurde.

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Mit dem letzten Punkt können Sie zwischen Ihren Festplatten wechseln, sofern Sie mehrere verwenden. Sie können natürlich jede Ihrer Festplatten unterschiedlich partitionieren. Formatieren Sie zum Schluss alle so erstellen Partitionen und installieren Sie Ihr Betriebsystem auf eine primäre Partition. Dieser Vorgang wurde im vorherigem Abschnitt erklärt.

Falls Sie Fehler bemängeln, wiederholen Sie die ganze Prozedur einfach. Dies behebt den Fehler in der Regel. Beim Partitionieren bzw. Formatieren kommt es gelegentlich zu unbehebbaren Fehlern. Wiederholen Sie den Vorgang so oft, bis Sie ein vollfunktionales System haben.

Autor: Stefano Albrecht
Datum: Vor Relaunch (stattgefunden am 11.10.2004)