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Review: Soldier of Fortune  |  Zurück

Soldier of Fortune

Spiel: Soldier of Fortune
Entwickler: Raven Software
Vertrieb: Activision
Veröffentlicht: 2000
Freigabe ab: Indiziert

Nur ein Spiel...

Blut? Gewalt? SoF? JA, genau dieses Spiel meine ich. Doch hat der Ego-Shooter auch mehr zu bieten als (sinnloses) ballern? SoF kann nämlich auch Realismus und SPAß bedeuten. Ich fange mal an... und zwar in einer U-Bahn Station. Denn genau hier beginnt Review: Soldier of Fortune. Sie spielen den real existierenden Söldner John Mullins, der sich nach kurzer Absprache mit einem Polizisten und seinem Freund Hawk, in den besagten von Terroristen besetzten Subway begibt. Wieso? Weil sie einer speziellen Organisation, genannt „The Shop“, angehören. Mit einem anfangs kleinen Waffenarsenal gehen sie also ihre ersten Schritte und treffen auf den ersten Gegner, einen Skinhead, so wie die meisten anderen Gegner in diesem Level. Um ihn schnellstmöglich zu töten, schießen sie ihm gezielt in den Kopf. Hört sich bis jetzt nicht anders als andere Ego-Shooter an, oder? Mit einem kleinen, bzw. großen Unterschied, denn der Gegner hat keinen Kopf mehr! Brutal? Ja, aber auch (relativ) realistisch, denn wir haben ja keine Erbsen gespuckt, sonder mit der schweren Shotgun geschossen! Wenn sie Lust haben, es nicht zu Ernst nehmen und einsehen, dass es sich nur um ein Computerspiel handelt, können sie dem Gegner jetzt, dank vieler Trefferzonen, noch Beine, Arme etc. abschießen, bzw. auch das Messer benutzen. Doch bis hierhin erst mal genug zur Brutalität des Spiels, wobei sie natürlich nicht einfach aufhört, denn jeder der ca. 26 Level in 10 Missionen ist nach und nach mit Blut und Leichen gepflastert. Also stürmen wir nun einen Gang nach dem anderen durch die Station. Ab und zu treffen sie mal auf eine Geisel, die von einem der bösen Typen in Unterhemd bedroht wird. Am besten sie erschießen den Bösewicht und lassen die Geisel am Leben, denn sollten in einem Level mal mehr als 2 Zivilisten sterben heißt es für sie GAME OVER. Doch das passiert meist nur wenn sie selbst kein Mitleid mit den Geiseln haben, und keine Rücksicht auf Verluste nehmen. Zumindest ab und zu sollten sie Rücksicht nehmen , jedenfalls auf die Guten, denn sie sind ja ebenfalls einer der Guten. Weiter geht’s ziemlich linear, so wie in den meisten Levels. Kleinere Verzweigungen etc. erschweren nur selten das weiterkommen! So kann man den ersten Level locker unter 10 Minuten schaffen (eher 5)... Aber das ist nicht alles, denn SoF hat eine große Levelvielfalt.


Um die Welt mit John M.

Der zweite Level beispielsweise spielt auf einem fahrenden Güterzug, der mit Nuklearwaffen beladen ist. Um diese Nuklearwaffen dreht sich übrigens auch die Story, so sind sie überall auf der Welt (sogar in Hannover) unterwegs, um eine Katastrophe zu verhindern, u.a. in einem Hotel, in dem sie von einigen computergesteuerten Polizisten für kurze Zeit unterstützt werden, um Geiseln zu befreien und Terroristen zu töten! Sie bekämpfen den Terror sogar im Irak (was wegen der Sadam-Plakate schon sehr an die Realität angelehnt ist (war)!) und in Sibirien und vielen anderen abwechslungsreichen Orten. Neben der großen Levelvielfalt, gibt es auch ein (ziemlich) realistisches Waffenarsenal, bestehend aus der beliebten Pumpgun, versch. Handfeuerwaffen, Maschinengewehren, einem eher übertriebenem Raketenwerfer und einigen anderen nützlichen „Werkzeugen“. Die Gegnervielfalt ist nicht allzu hoch, pro Level treffen sie meistens auf die selben Gesichter(!). Außer auf Skinheads und Punker treffen sie aber zudem auf Wissenschaftler, Spezialeinheiten (mit Gasmasken etc.), versch. Geiseln, sowie auf weibliche Gegner und einige Andere mehr. Abschließend kann man sagen, das SoF durch die Levelvielfalt und den Realismus zumindest beim 1. und 2. durchspielen, durch viel Action, viel Spaß macht. Langzeitmotivation bietet SoF wirklich nur durch den Multiplayermodus, denn bereits nach dem ersten erfolgreichen Durchspielen kennen sie das Meiste und es gibt keine besonderen Geheimnisse oder Sonstiges.


Multiplayer Spaß mit viel Blut

SoF lässt sich über das Internet und über LAN spielen. Anmerkung: Seit der Patch für Version 1.6 erhältlich ist, können sie auch mit Bots spielen. Es bietet, für einen Ego-Shooter, doch recht viele Einstellungsmöglichkeiten. Anfangs wählen sie sich einen Charakter aus vielen versch. Modellen aus. Geben sich einen Namen etc., wie in anderen Spielen. Allerdings lässt sich hier wirklich einiges einstellen, so können sie aus einem der vielen Spielmodi wählen, z.B. klassisches Deathmatch, Capture the Flag, Kopfgeldjäger oder Realistisch einstellen. Bei Realistisch z.B. handelt es sich eigentlich um den normalen DM Modus, mit dem kleinen Unterschied, dass das Spiel jetzt noch realistischer ist als zuvor. Jetzt töten sie ihre Feinde mit fast jedem Schuss, können Waffen aus der Hand schießen und sie verlangsamen sich je nach Verletzung. Dann wählen sie eine der vielen Maps und stellen beispielsweise noch Explosivwaffen aus und starten das Spiel. Hier muss ich sagen, das SoF gerade über Netzwerk mit Freunden einen Riesen Spaß macht, was sicherlich am Realismus liegt. Es ist immer wieder witzig sich gegenseitig durch die Gänge der vielen Maps zu jagen.
LAN EMPFEHLUNG


Schadensmodell und Schmerzensschreie

Die Grafik ist wie bei den Charaktermodellen nicht allzu detailliert, die Texturen sind teilweise etwas verwaschen und auch besondere Effekte dürfen sie von diesem nun ca. drei Jahre alten Spiel nicht erwarten. Trotzdem haben sich die Entwickler von RAVEN SOFTWARE für damalige Zeit viel Mühe gegeben und tolles geleistet. Schon fast zuviel Mühe haben sie sich allerdings bei dem realistischen und detaillierten Schadensmodell der Charaktere gegeben, hier kann wirklich jede Stelle des Körpers demoliert werden, ähnlich wie beim GeoMod in RED FACTION ;). Der Sound trägt ebenfalls zum Realismus bei... Die englischen Stimmen sind gut, sprich die Charaktere sind toll synchronisiert, dafür hört man sie nicht allzu oft sprechen! Hier sprechen eher die Waffen und die haben einen recht realistischen Sound. Jeder Sound passt zu jeder Waffe, bis auf die Standard Handfeuerwaffe, sie hört sich etwas zu gedämpft an (hat keinen Schalldämpfer)... Noch erwähnt werden müssen hier die Schmerzensschreie, die gibt es nun mal in SoF, denn sonst wäre es ja nicht realistisch. Hier gibt es versch. Geräusche, von Blut spucken, würgen, einfachen Schreien, schmerzerfüllten Schreien und einigen anderen, die sich alle vom Sound her gut anhören!


FAZIT

Zusammenfassend kann man sagen, dass SoF keine besondere Story bietet und auch keine neue Spielerfahrung, denn gerade wenn das Blut und alles andere ausgeschaltet ist macht Es nur noch halb soviel Spaß. Aber mit der ungeschnittenen Version, sowie ein paar Freunden im Netzwerk macht SoF wirklich extrem viel Spaß. Für Solisten gibt es besonders realistische und gute Ballerkost, die nach mehrmaligen durchspielen aber nur noch im Multiplayermodus überzeugen kann.

Autor: Frank Trautwein
Datum: Vor Relaunch (stattgefunden am 11.10.2004)

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